Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasser- und Schifffahrtsamt Tönning

Hier gelangen Sie direkt zum Inhalt der Seite.

 

Hauptnavigation:


Inhalt: Hafen Hörnum

Der Naturhafen
Die weitere Entwicklung
Sturmflut
Zum Schluss
Panorama

Hafen Hörnum
Aussicht vom Leuchtturm Hörnum auf den Hafen, 2005

Der Naturhafen, der Renning, im Süden von Sylt

Nach der Flutkatastrophe von 1436, der Eidum (das alte Westerland) zum Opfer fiel, siedelten sich zumeist Rantumer Fischer in der Nähe des Hörnumer Naturhafens, dem Renning, an. Dieser Naturhafen lag nördlich des jetzigen Hafens auf der Ostseite der Südspitze Sylts vor dem "Budersand". Die Siedlung blühte bald auf und entwickelte sich wohl zum bedeutendsten Fischereihafen auf Sylt seiner Zeit. Aber ab ca. 1610 begann der Naturhafen langsam zu versanden und verlor an Bedeutung. Der Sandflug war auch Schuld daran, dass die Siedlung um den Naturhafen im Laufe des 18. Jahrhunderts verschwand. Die Düne "Budersand" wanderte über das Gebiet auf der Südspitze hinweg.

Die weitere Entwicklung

Bis 1900 gab es im Süden der Insel Sylt nichts mehr, was an einen Hafen erinnern konnte. Kein Haus, kein Strauch, auch keine Anlegestelle. Lediglich die kleine schwarzgeteerte, unbefeuerte Bake, die "Hörnum Bake" und ein kleiner Schuppen zur Aufnahme von Schiffbrüchigen befanden sich dort. Das Dorf Rantum war zu dieser Zeit das zur Südspitze nächstgelegene mit Menschen bewohnte Dorf. Ende des vorigen Jahrhunderts erreichte man die Insel Sylt lediglich vom Festlandhafen Hoyer aus oder von Hamburg über die Cuxhaven-Helgoland-Amrum-Wyk über Munk-marsch auf der Ostseite der Insel. Die Anfahrt zum Lösch- und Ladeplatz Munkmarsch führte westlich von Sylt, um den Lister Ellenbogen herum und dann weiter ins "Pandertief". Ein recht langer, gefährlicher Schifffahrtsweg durch die flachen Watten. Erst 1899 kam der Hamburger Reeder Albert Ballin auf die Idee, die Südspitze Sylts für eine Schiffsanlegestelle zu überprüfen. Ein Anlaufen der Südspitze verkürzte die Schiffspassagen zur Insel Sylt um viele Stunden, auch war die Anfahrt weniger gefährlich und vor allem ermöglichte eine Anlegestelle im Süden von Sylt auch das Anlaufen von größeren Schiffen.

Bereits im Jahr 1901 eröffnete die HAPAG den Bäderverkehr Hamburg-Helgoland-Hörnum und betrieb im geschützten Osten der Südspitze eine Landungsbrücke. In den Jahren 1936 bis 1939 wurde an gleicher Stelle der Hafen Hörnum in der heutigen Größe von der Marine/Wehrmacht gebaut. Nach Kriegsende 1945 wurden die Hafenanlagen mit ihren ca. 750 lfdm Kajen und Molen von der Oberfinanzdirektion Kiel verwaltet. 1952 wurde der Hafen der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes übertragen und das Wasser- und Schifffahrtsamt Tönning, vertreten durch den Außenbezirk Amrum, wurde Kraft Gesetz mit der Unterhaltung und dem Betrieb beauftragt.

Im Zuge der mehr als 10 Millionen DM teuren Grundinstandsetzung des Hafens Hörnum in den Jahren 1974 bis 1978 wurde auch die sichelförmige Schutzmole vor der Hafenzufahrt errichtet. Der Schwell der See, der bei nord- bis südöstlichen Winden besonders stark ist, konnte bis zum Bau der Sichelmole ungehindert in das Hafenbecken laufen. Diese wichtige Mole baut den Schwell ab und trägt somit zur Verbesserung der Liegemöglichkeiten von schutzsuchenden Schiffen bei. Der Hörnumer Hafen ist er ein Teil der grossen Aufgaben unserer Behörde, Sicherheit und Leichtigkeit der Seewasserstraßen zu gewährleisten.

Die im Nordteil des Hafens liegende Wasserfläche wird als Sportboothafen genutzt.

Molefischer
Links:Südmole Hafen Hörnum mit Pegel, rechts: Muschelfischer

Die starke Beanspruchung der Schutzmole durch Wellenschlag und die enormen Belastungen der Westkaje durch den Betrieb machten 1998 umfangreiche Sanierungsarbeiten für ca. 3,5 Mio. DM erforderlich. So wurde die Sichelmole mit bis zu 3 to schweren Schüttsteinen grundinstandgesetzt und die Stahlbetonpfeiler eines Teilstückes der Westkaje saniert. Ende 2004 wurden die Süd- und Westkaje umfangreich saniert.

Sturmflut

Am 13. Dezember 2000 rollte eine Sturmflut auf die Westküste von Nordfriesland zu. Der mit 8 bis 9 Windstärken aus Südwest brausende Sturm trieb die Flut im Hörnumer Hafen um 2,40 m höher als normal. Aber selbst einer Sturmflut können idyllische Momente zugesprochen werden (siehe Bilder unten). Weite Teile der tiefer gelegenen Molen zeigten "Land unter". Die Südkaje und die Südmole, wo sonst der Strom der Touristen auf die Fahrgastschiffe wartet, sind schon lange nicht mehr begehbar. Auf den Molen- und Kajenflächen stand zum höchsten Stand der Sturmflut ca. 1 m hoch das Wasser.

sturmflutsturmflut
Südmole und Südkaje, Dezember 2000, 1/2 Stunde nach höchstem Wasserstand

Zum Schluss

Im Jahr 2005 wurden 6084 Schiffsbewegungen festgehalten. Sie setzten sich zusammen aus Fischereifahrzeugen, Fahrgastschiffen, Behördenfahrzeugen und Güterschiffen. 265876 Personen nutzten die vielfältigen Möglichkeiten der "Weissen Flotte" für eine Schifffahrt. Der Hafen Hörnum ist und bleibt ein leistungsfähiger, für diese Region unverzichtbarer Partner an der Westküste.

panorama

Den Belegungsplan des Hafens und die zuständigen Ansprechpartner finden Sie hier.

Panorama

Über diesen Link können Sie ein 360-Grad Panorama des Hafens öffnen. Das Panoramen arbeiten mit dem Apple Quicktime player. Mit gedrückter linker Maustaste können Sie sich im Panorama bewegen. Über die im Fuß eingeblendeten + und - Zeichen können Sie in das Panorama hinein- und hinauszoomen.