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Du möchtest Fingerfertigkeiten im Umgang mit der Metallbearbeitung erlernen, aber auch Elektrik und Elektronik interessieren Dich? Dann ist der Beruf des Mechatronikers wie für Dich geschaffen! Der Mechatroniker verbindet die Komponenten Metall, Elektro, Steuerungs- und Regelungstechnik miteinander (siehe Grafik).
Abb.1 : Zusammensetzung des Berufes
Die Ausbildung des Mechatronikers ist eine Duale Ausbildung und wird daher im Ausbildungsbetrieb so wie in der Berufsschule erlernt und dauert 3 1/2 Jahre. Die Vorraussetzungen dafür sind ein abgeschlossener Realschulabschluss oder auch das Abitur. Natürlich muss ein starkes Interesse für den Beruf bestehen, da dieser sehr umfangreich ist.
Englischkenntnisse sollten in der heutigen Zeit nicht fehlen.
Ebenfalls sollte die Planung und Organisation von Arbeitsabläufen eine Stärke von Dir sein.
Durch die umfangreiche Ausbildung kannst Du nach der Ausbildung in vielen verschiedenen Berufsbereichen Dir deinen Arbeitsplatz sichern.
- Wartung und Instandhaltung von elektromechanischen Geräten und Anlagen
- Montage
- Service - Einsätze
- Erstellung von mechatronischen Systemen
Ein Beispiel für die Verwendung eine Mechatronikers wäre die Aufstellung oder/und Wartung von Windkraftanlagen oder auch Produktionslinien in Industriebetrieben. Die Vorteile eines Mechatronikers liegen klar auf der Hand. Die Mechatroniker können das Arbeitsprojekt von Beginn bis Ende durchführen, daher sind nicht zwei verschiedene Berufszweige (Industriemechaniker und Elektriker) notwendig die sich erst großartig absprechen müssen. Das spart Zeit und Kosten.
Abb.2: Blick auf das Werftgelände
Die Ausbildung beim Wasser- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau findet im Großteil auf dem Bauhof in Rendsburg statt. Die Berufliche Schule hingegen befindet sich in Neumünster. Den Unterricht besuchst Du nicht als Blockunterricht sondern an 1 bzw. 2 Tagen der Woche. Im ersten Ausbildungsjahr erlernst Du die Grundfertigkeiten im Umgang mit Metall. Dies wird in der eigenen Lehrwerkstatt ausgebildet. Hier stehen alle dafür nötigen Maschinen und Werkzeuge zur Verfügung. Es werden verschiedenste Werkstücke angefertigt und auch eigene Ideen können eingebracht werden. Neben der Metallgrundausbildung werden Dir elektropneumatische Grundlagen in Theorie und Praxis vermittelt. Um schulische Dinge aufzuarbeiten oder näher auf die Themengebiete einzugehen, gibt es einen wöchentlichen Betriebsunterricht von 2 Stunden.
Ab dem zweiten Lehrjahr bist Du monatlich wechselnd in verschiedenen Werkstätten eingeplant um den betrieblichen Ablauf besser kennen zu lernen. Die Bereiche gliedern sich in Maschinenbau, Dreherei, Elektrowerkstatt, Planmäßige Unterhaltung und Betriebsschlosserei.
Im Maschinenbau werden die Antriebe und Motoren der Wasserfahrzeuge ausgebaut, anschließend komplett demontiert, gewartet und wieder zusammen gebaut. Dem Auftrag entsprechend gibt es teilweise auch Neuanlagen die auf dem Schiff einzubauen sind. Bei einer Werftzeit von einem Schiff müssen grundsätzlich alle mechanischen Systeme überholt werden.
Die Planmäßige Unterhaltung gliedert sich noch "altmodisch" in die zwei Bereiche Elektrik und Mechanik auf. Sie warten alle Fähren die im Nord-Ostsee Kanal die Überquerung sichern. Die Elektriker überprüfen zusätzlich noch die Beleuchtungsanlagen rund um den Kanal.
Im dritten und vierten Lehrjahr bist Du hauptsächlich für die Elektrowerkstatt eingeteilt. Das aus der Schule Erlernte kannst Du hier in die Praxis umsetzen.
Die Hauptaufgaben der Elektrowerkstatt besteht im Bereich Schiffselektrik und Betriebelektrik. Als Auszubildender unterstützt man beide Sparten gleichermaßen. Zur Betriebselektrik gehören alle elektrischen Anlagen und Geräte auf dem Bauhof. Der Aufgabenbereich der Schiffselektrik liegt zum Großteil in der Instandhaltung der elektrischen Anlagen an Bord eines Wasserfahrzeugs während der Werftzeit. Bei Störungsmeldungen außerhalb der Werftzeit begeben sich die Elektriker auf Fehlersuche vor Ort.
Abb.3 und 4: Typische Arbeitsbereiche eines Mechatronikers
Für die CNC-Programmierung gibt es einen gesonderten Kurs im dritten Lehrjahr in der Lehrwerkstatt.
Abb.5: Roboterschulungsraum
Die Berufliche Schule befindet sich wie eingangs erwähnt in Neumünster. Dort wird die Theorie des Berufes ausgebildet. Die Walther-Lehmkuhl Schule ist für Mechatroniker besonders gut ausgestattet. Neben einem extra Roboterschulungsraum sind viele Labore und mechatronische Systeme zur praxisnahen Ausbildung vorhanden.
Zwischenprüfung:
Zur Zwischenprüfung musst Du nach 1 1/2 Jahren und sie findet an einem Arbeitstag statt. Morgens werden Theoretische Kenntnisse abgefragt und im Anschluss die Praktischen. Dort ist eine kleine Anlage anzufertigen.
Abschlussprüfung:
Die Abschlussprüfung ist in 3 Teile aufgegliedert.
- Praktische Abschlussprüfung in der ein selbst gefundenes Projekt geplant, durchgeführt und dokumentiert wird. Als Bewertung gilt hierbei ausschließlich die Dokumentation.
- Theoretischer Teil in dem Arbeitsplanung, Fachkenntnis und Wirtschaft und Soziales abgefragt wird.
- Fachgespräch mit Präsentation in der auf das Projekt eingegangen wird.
Diese Abschlussprüfung ist so ansonsten nur in den neuen IT-Berufen anzutreffen
Wir hoffen Dir hat dieser Bericht über die Ausbildung zum Mechatroniker gefallen und Dir bei deiner Berufswahl geholfen! Wir freuen uns auf deine Bewerbung.