Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasser- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau

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Inhalt: Ein Bericht über die Ausbildung zum Industriemechaniker

Foto vom Bauhofgelände
Abb.1: Der Bauhof vom WSA

In der heutigen Zeit gibt es viele Maschinen mit komplexer Mechanik. Damit diese einwandfrei funktionieren bzw. überhaupt existieren, gibt es den Industriemechaniker. Auf dieser Seite erfährst du kurz und informativ alles über die Ausbildung zum Industriemechaniker beim Wasser- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau.

Die Ausbildung verläuft schulisch und betrieblich im dualen System und dauert 3 ½ Jahre. Um die Voraussetzung zu erfüllen, solltest du einen guten Hauptschulabschluss bzw. einen Realschulabschluss haben. Zudem sollte dich das Arbeiten mit bzw. das Verarbeiten von Metallen und die Technik interessieren.

Ein Großteil der theoretischen Ausbildung findet in der Beruflichen Schule GTL in Rendsburg 1-2 Tage die Woche statt. Hier erhältst du Informationen, die für das Arbeiten im Betrieb wichtig sind.


Die Betriebliche Ausbildung findet in verschiedenen Bereichen auf dem Bauhof in Rendsburg statt. Im ersten Lehrjahr bist du in der Ausbildungswerkstatt. Hier fertigst du Werkstücke wie z.B. einen Schraubstock, eine Drahtschere und einen Druckluftmotor, um das Arbeiten mit handgefürten Werkzeugen, sowie Fräs-, Dreh- und Bohrmaschinen zu lernen. Zudem absolvierst du einen 2 monatigen Schweißkurs, um in das Schweißen mit dem Gasbrenner und dem E-Schweißgerät Einblick zu bekommen.

Ab dem 2. Lehrjahr bist du einige Monate im Maschinenbau, wo du an der Mechanik der Fähren arbeitest. Zum einen zerlegst du Motoren und Propeller, zum anderen wartest du Ventile und verlegst Rohre. Andere Ausbildungsabteilungen sind Schiffbau, Dreherei, Elektrowerkstatt und die Schleuse, sowie auch PU, Werkzeugausgabe, der CNC-Kurs und die Betriebsschlosserei. In diesen Abteilungen befindest du dich immer 1-2 Monate.

Die Ausbildungswerkstatt   Der Maschinenbau
Abb. 2: Die Ausbildungswerkstatt und Abb.3: Der Maschinenbau

Die Aufgaben des Schiffbaus sind Schweißarbeiten, sowie Arbeiten am Schiffsrumpf. In der Dreherei lernst du das Arbeiten an größeren Drehmaschinen kennen, sowie das genaue Fertigen von Drehteilen. Um elektrische Grundkenntnisse zu erhalten, bist du einen Monat in der Elektrowerkstatt und da die Hydraulikausbildung nicht fehlen darf, kommst du 3 Monate der Ausbildung auf die Schleusenanlage nach Kiel-Holtenau. Aufgaben der PU (Planmäßige Unterhaltung) sind Wartungsarbeiten am Kanal, wie Reparatur der Lichtzeichen, sowie Kontrolle des Fahrzeug- und Fußgängertunnels Rendsburg.

Das Warten und Instandsetzen sowie die Ausgabe von Werkzeugen erledigst du in der Werkzeugausgabe. Beim CNC-Kurs fertigst du Bolzen auf einer Computergesteuerten Drehmaschine und in der Betriebsschlosserei darfst du noch einmal Schweißen. In dem Monat werden dir auch die restlichen Schweißverfahren sowie das Brennen mit dem Handbrenner beigebracht.

Die Schiffbauhalle   Die Dreherei
Abb.4: Die Schiffbauhalle und Abb.5: Die Dreherei

Um nach der Ausbildung deinen Gesellenbrief zu erhalten, musst du zwei Prüfungen ablegen. Die erste Prüfung hast du nach ca. 18- 20 Monaten, bei der du schon 40% deiner Endnote erreichen kannst. Sie besteht aus einer praktischen-  und einer theoretischen Prüfung und erfolgt an zwei Tagen. Am ersten Tag steht die theoretische Prüfung an, bei der alle Lehrinhalte bis dorthin abgefragt werden. Am zweiten Tag findet dann die praktische Prüfung statt, bei der ein Werkstück gefertigt, sowie eine pneumatische Schaltung aufgebaut werden muss.

Die zweite Prüfung hast du dann kurz vor Ende der Ausbildung. Sie läuft fast genauso ab wie die erste Prüfung, beinhaltet jedoch mehr Themen. Wenn du die 3 ½ Jahre hinter dir hast, hast du aufgrund der vielen Ausbildungsbereiche eine qualifizierte Ausbildung, mit der du dich sorgenlos auf dein Arbeitsleben freuen kannst. Wir hoffen, dass dich der Bericht weitestgehend informiert hat, und deiner Bewerbung nichts mehr im Wege steht.

Pneumatische Schaltung 
Abb. 6: Pneumatische Schaltung einer Prüfung