Inhalt: Holzmechaniker / -in
Der Beruf des Holzmechanikers, der Holzmechanikerin befasst sich mit den Themen der Holzverarbeitendenindustrie und verwandten Industriezweigen. Das heißt der Umgang mit Holz, Holzwerkstoffen, Glas und Kunststoffen, teilweise auch mit Metallen ist unser täglich Brot.

Abb.1: Eine Holzleiste wird am Abrichter winklig gehobelt
Arbeitsbereiche
Oftmals steuern und überwachen Holzmechaniker/innen überwiegend Produktionsanlagen zur industriellen Herstellung von Fertigprodukten aus Holzwerkstoffen und anderen Materialien. Dies ist bei uns jedoch nicht der Fall: Im ersten Lehrjahr lernen wir zunächst die Handwerklichen Grundfähigkeiten bei der Verarbeitung von Holz, d.h. z.B. hobeln von Hand oder das herstellen von Holzverbindungen.
Ab dem zweiten Lehrjahr fertigen wir überwiegend Einzelmöbel z.B. für Büros oder wir übernehmen Innenausbauten an Schiffen. Um nur Beispiele aus unserem Aufgabenbereich zu nennen.
Spezialisierung
Im zweiten Ausbildungsjahr erfolgt eine Spezialisierung in folgenden Fachrichtungen:
- Holzmechaniker/in - Bauelemente, Holzpackmittel und Rahmen
- Holzmechaniker/in - Möbelbau und Innenausbau
Wir Holzmechaniker/innen beim WSA Kiel Holtenau werden in der Fachrichtung: "Möbel- und Gehäuseindustrie, Industrie des Innenausbaus und des Ladenbaus" ausgebildet.
Berufsausbildung
Holzmechaniker/in ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG). Diese bundesweit geregelte 3-jährige duale Ausbildung findet in der Regel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule statt.
Der Ausbildungsrahmenplan beinhaltet u.a.:
- Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht
- Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit
- Umweltschutz
- Planen und Vorbereiten von Arbeitsabläufen, Auswerten von Informationen, Arbeiten im Team
- Anfertigen, Einrichten und Instandhalten von Schablonen, Lehren und Messzeugen
- Einrichten, Bedienen und Instandhalten von Werkzeugen, Geräten, Maschinen und technischen Einrichtungen
- Be- und Verarbeiten von Holz, Holzwerk- und Hilfsstoffen
- Be- und Verarbeiten von Halbfabrikaten und anderen Materialien
- Herstellen von Teilen
- Herstellen von Oberflächen
- Montieren von Erzeugnissen
Fachrichtung Möbel- und Innenausbauindustrie:
- Beschichten von Oberflächen mit unterschiedlichen Materialien (Furniere, Folien etc.)
- Herstellen von Erzeugnissen
In der Berufsschule (GTL Rendsburg) werden die Lehrinhalte in sogenannte Lernfelder unterteilt, wodurch ein besseres Zusammenwirken der einzelnen Fächer (Mathe, Zeichnen, Technologie) gewährleistet ist. Lernfelder gibt es z.B. zu den Themen:
- Einfache Produkte aus Holz herstellen
- Produkte aus unterschiedlichen Werkstoffen herstellen
- Kleinmöbel herstellen
- Holz und Holzwerkstoffe beschichten

Abb.2: Ablängen einer Holzleiste an der Formatkreissäge
Der Unterricht in der Schule findet in Blöcken von 2-4 Wochen statt. Hinzukommen noch überbetriebliche Lehrgänge bei der Kreishandwerkerschaft, um z.B. diverse Maschinenscheine zu erwerben.
Vorraussetzungen für die Ausbildung zum
Holzmechaniker- / in:
- Hauptschulabschluss, Realschulabschluss, Abitur
- Ein gewisses Maß an technischem Geschick und Verständnis
- Spaß an der Verarbeitung von Holz etc.
- Geduld und Genauigkeit
Prüfungen:
Nach ca. 1 ½ Jahren findet die Zwischenprüfung statt. Hier werden die Lehrinhalte der ersten drei Halbjahre sowohl theoretisch, als auch praktisch abgefragt (zwei Tage).
Am Ende der Ausbildung (in der Regel nach 3 Jahren, unter bestimmten Vorraussetzungen kann auf 2 ½ Jahre verkürzt werden) findet die Abschlussprüfung statt. An vier Tagen werden Die Lehrinhalte der gesamten Lehrzeit abgefragt. Zwei Tage werden theoretische Arbeiten durchgeführt, an zwei weiteren Tagen wird das sogenannte Gesellenstück gefertigt. Dieses Werkstück wird jedes Jahr neu Bundesweit vorgegeben und in den Wochen vor der Prüfung vorbereitet.