Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasser- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau

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Inhalt: Die Kanalquerung im Bereich der Stadt Rendsburg

Vorgeschichte

Als in den fünfziger Jahren sowohl der Schiffs- als auch der Straßenverkehr erheblich zunahm, entwickelte sich die Rendsburger Drehbrücke zu einem Engpass. Immer häufigere und längere Brückenöffnungen führten zu langen Staus auf der kreuzenden Bundesstraße. Es wurde deshalb der Rendsburger Straßentunnel konzipiert, zunächst mit einer Mittelröhre für Fußgänger und Radfahrer. Aus Platzgründen und weil gleichzeitig die Bundesstraße B 77 als Umgehungsstraße westlich am Stadtgebiet Rendsburg vorbeigeführt werden sollte, konnte der Tunnel mit seinen langen Rampen nicht direkt neben der Drehbrücke errichtet werden. Durch die Verlagerung 600 Meter weiter nach Westen wären für die Fußgänger jedoch erhebliche Umwege entstanden. Einsprüche der Bürger im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens führten schließlich zum Bau zweier Tunnelbauwerke.

Der Straßentunnel mit einem zweizelligen Querschnitt und zwei Fahrspuren je Fahrtrichtung wurde westlich der Stadt im Zuge der neu angelegten Bundesstraße 77 errichtet. Die Bauzeit erstreckte sich von 1957 bis 1961.
Der Fußgängertunnel, dessen Bau 1962 begann und mit der Eröffnung am 28.05.1965 abgeschlossen wurde, befindet sich direkt neben dem Standort der alten Drehbrücke.

Die Rendsburger Drehbrücke konnte 1961 nach der Inbetriebnahme des Straßentunnels außer Dienst genommen werden. Von 1961 bis 1965 wurde daher ersatzweise eine Fähre für den Fußgänger- und Radfahrerverkehr eingesetzt. Nach der Eröffnung des Fußgängertunnels erfolgte der Rückbau der Brücke, die seit 1913 ihren Dienst getan hatte.

Alte Drehbrücke  Alte Drehbrücke 2
Ansichten der alten Drehbrücke