Inhalt: Eisenbahnhochbrücke Hochdonn
Das Brückenbauwerk wurde kurz vor dem 1. Weltkrieg 1913 begonnen, konnte dann aber kriegsbedingt, erst 1920 fertig gestellt werden. Verantwortlich war damals die kaiserliche Kanalverwaltung, Heute hat die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (im Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung) die Aufgaben und das Eigentum an der baulichen Anlagen übernommen.

Abb. 1: Eisenbahnhochbrücke Hochdonn

Abb. 2: EIn Blick über die Gleise
Es entstand eine Stahlfachwerkbrücke mit 19 Portalrahmen, den sog. Kragträgern. Dazwischen gehängt liegen 19 Blechträger. Den Kanal überspannt der 121 m lange Schwebeträger, der von zwei stärker ausgeführten Kragträgern den sog. Eilersrahmen getragen wird. Mit diesen Einzelbauwerken, die im Grunde viele aneinandergekettete Brücken darstellen, erreicht die Brücke eine Gesamtlänge von 2.218 m. Die freie Durchfahrtshöhe von 42 m wird auch bei dieser Brücke gewährleistet, dennoch kam es 1979 und 1993 zu Schiffsanfahrungen, die Ladekrane waren nicht ausreichend eingefiert worden. Die unmittelbar nach den Havarien durchgeführten Instandsetzungen am Schwebeträger haben sichergestellt, dass die Brücke wieder sicher von Eisenbahnen passiert werden konnte. Diese Havarieschäden aber vor allen Dingen die Folgen der jahrzehntelang wirkenden Korrosion führten im Jahr 2006 zur Kompletterneuerung des 121 m langen Brückenteils in einer spektakulären Aktion.

Abb. 3: Montage des neuen Schwebeträgers, 08.11.2006