Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasser- und Schifffahrtsamt Lübeck

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Inhalt: Anpassung der seewärtigen Zufahrt nach Wismar

Veranlassung

Der Seehafen Wismar konnte seinen Umschlag in den vergangenen Jahren erheblich steigern. Der Umschlag in Wismar hat sich von 2,6 Mio.t im Jahr 2000 auf 4,1 Mio.t im Jahr 2007 erhöht. Für die Zukunft werden weitere Steigerungen prognostiziert. Die im Hafen ansässige Werft- und Holzverarbeitungsindustrie hat in erheblichem Umfang in moderne Anlagen investiert. Der Seehafen Wismar bereitet umfangreiche Investitionen in die Hafeninfrastruktur vor.

Der Seehafen Wismar ist von der Ostsee über die ca. 15 Seemeilen (ca. 28 km) lange Zufahrt zu erreichen. Aufgrund der vorhandenen Fahrwassertiefe von 9,5 m können im Regelfall Schiffe mit einer Länge von 140 m, einer Breite von 21 m und einem Tiefgang von 8 m Wismar erreichen. Größere Schiffe bis zu einer Länge von 220 m, einer Breite von 32,2 m und einem Tiefgang von 8,7 m können die Zufahrt mit besonderen Auflagen, die in einer schifffahrtspolizeilicher Genehmigung festgelegt werden, befahren.

Grafik Übersicht

Grafik: Übersicht über die seewärtige Zufahrt nach Wismar

Diese Einschränkungen der Schiffsgrößen führen dazu, dass einem wirtschaftlichen Schiffsverkehr von und nach Wismar Grenzen gesetzt sind. So können zum Beispiel Schiffe, die Wismar mit Holzprodukten für den nordamerikanischen Markt verlassen, nicht bis zu ihrer vollen Kapazität beladen werden. Auch dem Neubau moderner Schiffe am Werftstandort Wismar sind wegen der Tiefgangs- und Breitenbeschränkung in der seewärtigen Zufahrt Grenzen gesetzt.

Aus diesem Grund führt das Wasser- und Schifffahrtsamt Lübeck eine Voruntersuchung durch, in der die Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit einer Anpassung der seewärtigen Zufahrt nach Wismar geprüft wird.

Wismaer Bucht

Foto Wismar Bucht