Inhalt: Unsere Geschichte
Originalzeichnung Etagenhaus Moorweidenstraße
(Ende 19. Jh.)

Gebäude des WSA Hamburg nach der
Fassadenrenovierung 1999

Moderne Verwaltung
im historischen Gebäude
Das einst als Wohnhaus 1895 fertiggestellte Etagenhaus an der Moorweidenstraße, Ecke Feldbrunnenstraße blickt auf eine über 100 Jahre lange Geschichte zurück.
Am 29. August wurde das Etagenhaus auf den Kaufmann Samson Goldschmidt ins Grundbuch eingetragen. Mit dem 1. September 1939 übernahm das Deutsche Reich, vertreten durch den Reichsminister des Inneren, Gebäude und Grundstück, bevor es mit dem 9. Februar 1955 auf die Bundesrepublik Deutschland, Bundesminister für Verkehr - Bundeswasserstraßenverwaltung - überging.
Nach dem Gesetz über den Aufbau der Reichswasserstraßenverwaltung wurden mit dem 1. März 1926 die Wasserstraßendirektion Hamburg und die Wasserstraßen- und Schifffahrtsämter Hamburg und Cuxhaven errichtet. Diese Stellen waren nach dem Gesetz Behörden im Sinne der hamburgischen Bestimmungen.
Mit dem 9. Dezember 1937 wurde die Wasserstraßendirektion als Reichsverwaltung im Rahmen der Regelung der Groß-Hamburg-Frage in die hamburgische Staatsverwaltung eingegliedert. Zum gleichen Zeitpunkt wurde das Schifffahrtsamt Hamburg aufgelöst, nachdem das Schifffahrtsamt Cuxhaven bereits seit dem 1. April 1937 zu bestehen aufgehört hatte. Die Aufgaben der Schifffahrtsämter wurden den Wasserstraßenämtern Hamburg und Cuxhaven übertragen.
Nachdem am 25. Juli 1943 bei Bombenangriffen das Dienstgebäude Reeperbahn 1 - 3 völlig zerstört wurde, siedelte die Wasserstraßendirektion Hamburg in das reichseigene Dienstgebäude Moorweidenstraße 14 über.
Durch Verfügung des Oberfinanzpräsidenten in Hamburg wurde mit Wirkung vom 1. April 1950 die Verwaltung des auf den Bund übergegangenen ehemals reichseigenen Dienstgebäudes Moorweidenstraße 14 der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Hamburg übertragen. Das Hauptvermessungsamt, das nach der Neuordnung schleswig-holsteinische Landesbehörde geworden war, siedelte im Mai/Juni 1950 nach Kiel über. In die dadurch freigewordenen Räume zogen die noch in anderen Hamburger Bürohäusern untergebrachten Mitarbeiter ein; insbesondere die Abteilung Binnenschifffahrt mit ihren beiden Dezernaten und das Kriegsschädenamt für die Seeschifffahrt.
Am 1. Dezember 1950 wurde das Wasser- und Schifffahrtsamt Hamburg, das seit 1943 eine Notunterkunft auf dem Bauhof in Wedel bezogen hatte, wieder nach Hamburg verlegt und erhielt die Räume im Erdgeschoss des Dienstgebäudes Moorweidenstraße 14. Im Sommer 1951 hat die Wasser- und Schifffahrtsdirektion Hamburg ihre Diensträume in der Moorweidenstraße 14 aufgegeben und den Neubau in der Bernhard-Nocht-Straße 78 bezogen.