Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasser- und Schifffahrtsamt Bremen

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Das WSA Bremen und sein Amtsbereich

 

Das Wasser- und Schifffahrtsamt Bremen (WSA) ist für Ausbau und Unterhaltung sowie für die Ordnung und Sicherheit des Schiffsverkehrs auf den Bundeswasserstraßen zwischen Bremen, Oldenburg und Brake zuständig. Im Einzelnen umfasst der Amtsbereich:

  • die Mittelweser von der Landesgrenze Bremen/Niedersachsen bis zum Weserwehr Bremen
  • die Unterweser vom Weserwehr Bremen mit Schleusengruppe bis Brake
  • die Hunte von Elsfleth bis Oldenburg einschließlich eines Abschnittes des Küstenkanals mit Eingangsschleuse Oldenburg
  • die Küstenkanal von Eingangsschleuse Oldenburg bis Hundsmühlen (einschließlich Sicherheitstor Hundsmühlen)
  • die Lesum
  • die Wümme aufwärts bis Borgfeld (hier nur in fiskalischer Verwaltung)
Einen Überblick über den Amtsbereich des WSA Bremen finden Sie auch auf der Karte.

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Die Aufgaben

 

Begegnungen auf der Wasserstraße

Das Wasser- und Schifffahrtsamt Bremen übernimmt als öffentlicher Dienstleister vor Ort die Aufgaben der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung für das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Die Wasserstraßen der Region, von Sturmfluten, Hochwasser und Tiden beeinflusst, werden vom WSA Bremen für den Schiffsverkehr von der Segeljolle bis zum Containerschiff bereitgestellt, gepflegt und überwacht. Das WSA Bremen dient damit dem sicheren, kostengünstigen und umweltschonenden Verkehrssystem Schiff/Wasserstraße. Die Aufgaben unterteilen sich schwerpunktmäßig wie folgt.

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Fahrwasserunterhaltung und Strombaumaßnahmen

 

Die Fahrwassersohle wird mindestens einmal im Jahr mit modernen Ortungs- und Peilverfahren vermessen. Festgestellte Untiefen werden umgehend bekannt gegeben und durch Einsatz unternehmerbetriebener Saugbagger oder verwaltungseigener Hydraulikbagger (für Einzeluntiefen) beseitigt. Um die Massenbilanz in der Unterweser nicht zu stören, wird der gewonnene Boden nicht auf Spülfelder an Land verbracht, sondern möglichst in natürlichen Übertiefen der Gewässersohle umgelagert. Die Einhaltung einschlägiger Vorschriften zur Wahrung der Umweltbelange ist hierfür Voraussetzung.

Messungen im Gewässer
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Besondere strom- und schifffahrtspolizeiliche Aufgaben

 

Für größere Einheiten sind Verkehrsbeschränkungen bekannt gemacht, Begegnungsverbote sowie Längen- und Tiefgangsbegrenzungen. Bei geplanten Abweichungen sind schifffahrtspolizeiliche Genehmigungen des Amtes einzuholen. Strom- und schifffahrtspolizeiliche Genehmigungen erteilt das Amt auch bei Benutzung der Wasserstraße für die gewerbliche und private Uferbebauung zur Erhaltung der Sicherheit und Leichtigkeit des Schifffsverkehrs. Da der Bund auch Eigentümer der Wasserstrassen ist, kommt es in diesem Zusammenhang auch oftmals zu privatrechtlichen Verträgen zwischen dem Wasser- und Schifffahrtsamt und den Kunden an und auf der Wasserstraße. Eine Außenstelle der Schiffsuntersuchungskommission mit Schiffseichamt befindet sich im Dienstgebäude des WSA Bremen und stellt die gesetzlich geforderten Schiffsatteste für Binnenschiffe aus.

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Verkehrszentrale im WSA Bremen

 

Auf der Unterweser  
Aufgrund der hohen Verkehrsdichte auf der Seeschifffahrtsstraße Unterweser (ca. 17.000 meldepflichtige Schiffsbewegungen auf der Unterweser zwischen Brake und Bremen jährlich) und Hunte (ca. 7.000 Schiffsbewegungen jährlich) wurde auch beim WSA Bremen eine Verkehrszentrale eingerichtet und für den 24-Stunden-Dienst mit qualifizierten Nautikern besetzt. Sie schützt mit ihrem Verkehrsregelungs- und Informationsdienst vor potentiellen Verkehrsgefährdungen. Eine wichtige Aufgabe ist der umfassende Überblick auf das aktuelle Verkehrsgeschehen im Revier. Dieser stützt sich auf vorgeschriebene Meldungen über UKW-Schiffsfunk, welche laufend ausgewertet werden. Die in 2005 vollständig modernisierte Verkehrszentrale mit Radardatenverarbeitung und AIS (Automatisches Identifikations- und Informationssystem) sowie die in 2006 erneuerte Technik auf den Radarstationen hat eine Verbesserung der Verkehrsüberwachung im Revier des WSA Bremen mit sich gebracht.
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Größere Ersatzinvestitionen

 

Einen besonderen Schwerpunkt in den Aufgaben des Amtes stellen verschiedene Neubaumaßnahmen. Der Ersatz der Staustufe Bremen mit einem Bauvolumen von über 300 Mio DM forderte den Neubausachbereich des WSA Bremen seit 1988. Die Fachingenieure und Techniker aller Disziplinen leisteten umfangreiche Planungsarbeit, beschrieben und vergaben die Bauleistung und sorgten schließlich dafür, dass der Kosten- und Zeitrahmen eingehalten wurde. Erfolgreich konnte das neue Weserwehr im Juni 1993 fertig gestellt werden. 1999 ging die neue 225 m lange und 12,5 m breite Binnenschifffahrtsschleuse in Betrieb. Ende August 2002 wird die neue Kleinschifffahrtsschleuse dem Verkehr übergeben, insbesondere der Freizeit- und Sportschifffahrt verbesserte Möglichkeiten zur Überwindung der Staustufe bieten.

Weitere umfangreiche Ersatzinvestitionen stehen am Küstenkanal, im Stadtgebiet Oldenburg und an der Hunte an.

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Betrieb und Unterhaltung

 

Unterhaltungsarbeiten am Wehrverschluß des Weserwehres

Das WSA Bremen betreibt die Schleusenanlage in Bremen-Hemelingen mit dem zugehörigen Weserwehr, die Schleuse Oldenburg, die Cäcilienbrücke in Oldenburg sowie verschiedene Schutzbauwerke, die den Abfluss sichern bzw. vor Hochwasser schützen. Dazu sind drei Außenbezirke in Bremen, Farge und Oldenburg sowie eine Fachgruppe für Nachrichten- und Verkehrssicherungstechnik im Einsatz. Darüber hinaus gehört der Bauhof in Brake zum WSA Bremen, der Wartungs- und Instandsetzungsaufgaben an den Schiffen und Maschinenanlagen des Amtes wahrnimmt.

In Brake ist auch eine Technische Fachstelle für Schiffs- und Maschinenbau angesiedelt, welche für den gesamten Bezirk der WSD Nordwest die Planung und Vergabe von Arbeitsgerät (auch für die Schadstoffunfallbekämpfung) und Mehrzweckfahrzeugen sowie deren Werftinstandsetzung durchführt. Insgesamt sind beim WSA Bremen bei zurZeit rückläufiger Tendenz 330 Mitarbeiter beschäftigt, zuzüglich etwa 16 Auszubildende verschiedener Berufe. Mit den Außenbezirken und Sonderstellen führt das WSA Bremen den Betrieb, die Wartung, die fallweise Instandsetzung der Schiffsanlagen (die Schleusen, Wehr, Brücken, Schiffahrtszeichen) und die vorgeschriebene Überwachung von Anlagen Dritter durch. Größere planbare Unterhaltungsaufgaben werden an Unternehmen vergeben. Ziel bei all diesen Maßnahmen ist, eine hohe Verkehrsbereitschaft der Wasserstraße unter Berücksichtigung der Umweltbelange zu erzielen.

Frachter in der Abendsonne Arbeitsboote des WSA Bremen