Inhalt: Entwicklung der Weser als Schifffahrtsweg
| 1066 | Auslegung der ersten Seetonne in der Wesermündung vor Mellum. |
| 1664 | Die Schlüsseltonne wird an der Seegrenze ausgelegt, um Bremens Stromhoheit über die Weser zu betonnen. |
| um 1700 | Die Weser versandet im stadtnahen Teil. Die Schiffsgüter müssen auf dem Strom in Leichter umgeschlagen werden, zunächst in Vegesack, dann vor Elsfleth, später vor Brake. |
| Versuche des französischen Architekten Peltier im Auftrage der Stadt Bremen, die Unterweser durch eine "Sandmühle" zu vertiefen, scheitern am unzureichenden Baggergerät und an mangelnden stützenden strombaulichen Maßnahmen. | |
| 1827/30 | Bürgermeister J. Smidt gründet Bremerhaven, der Holländer und Wasserbauer Jan van Ronzelen entwirft und baut den Hafen. |
| 1853/55 | Bau des Leuchtturmes Bremerhaven. |
| 1855/56 | Bau des Leuchtturmes Hohe Weg. |
| 1875/81 | Oberbaudirektor Ludwig Franzius stellt einen Korrektionsplan für
die Unterweser auf. Danach sollten 5 m tiefgehende Schiffe Bremen mit Flut erreichen
können.
Für Franzius war der oberste Grundsatz der Korrektion "die lebendige Kraft der Flutwelle und damit die ein- und ausströmenden Wassermengen oder das hydraulische Vermögen an jedem Punkt und in jedem Augenblick möglichst groß zu halten". Daher sah er vor, Krümmungen abzuflachen oder zu durchstechen, Barren auszubaggern und damit den Strom in einer kräftigen Rinne zu sammeln. |
| 1883/85 | Bau des Leuchtturmes "Roter Sand", nachdem der erste Versuch zum Bau des Leuchtturmes 1881 fehlschlug. |
| 1886/88 | Bau des Europahafens in Bremen; er löst die folgende Weserkorrektion aus. |
| 1887/95 | 1. Unterweserkorrektion durch Franzius, wodurch Seeschiffen mit einem Tiefgang von 5 m die Fahrt nach Bremen ermöglicht wurde. |
| ab 1890 | Das Großherzogtum Oldenburg baut Pieranlagen in Brake und Nordenham. |
| 1891/95 | Bau der ersten Leitdämme im Bereich der Franziusplate, um die Außenweser zu stabilisieren. |
| 1906 | Ausbau der Außenweser mit dem Ziel, 10 m Wassertiefe unter SKN zu erreichen. Die Tiefe wird jedoch nicht erreicht. |
| 1906/11 | Bau des Bremer Weserwehres, um ein Fortschreiten der durch die Unterweserausbauten verursachten Sohlenerosion und das damit verbundene Absinken der Wasserstände oberhalb Bremens zu verhindern. |
| 1913/16 | Der 7 m-Ausbau der Unterweser (nur Vertiefung) wird durchgeführt. Die vorgesehenen Fahrwasserverbreiterungen unterbleiben wegen des 1. Weltkrieges. |
| 1921/24 | Durchführung des erweiterten 7 m-Ausbaus. |
| 1925/29 | 8 m-Ausbau. Durch den Staatsvertrag von 1921 und den Zusatzvertrag verpflichtet sich das Reich, den Strom derart auszubauen, dass das jeweilige Regelfrachtschiff des Weltverkehrs unter Ausnutzung der Tide Bremen erreichen kann. |
| 1939/45 | Der 2. Weltkrieg verhindert den weiteren Ausbau der Unter- und Außenweser. Die Fahrwasserrinne in der Außenweser geht auf 9 m unter SKN zurück. |
| 1953/58 | Durchführung des 8,7 m-Ausbaus. Dieser Ausbau gestattet max. Schiffsgrößen bis Bremen Tiefgang 9,4 m (20 000 bis 25 000 tdw) bis Brake Tiefgang 10,7 m (20 000 bis 35 000 tdw) bis Nordenham Tiefgang 11,60 m (45 000 tdw). |
| 1962/63 | Bau der Neustädter Häfen in Bremen. |
| 1950/66 | Außenweserausbau bis auf 11 m unter SKN (Seekartennull). |
| 1961/65 | Bau des Leuchtturmes "Alte Weser", Verbesserung der Anlagen zur Sicherung der Schifffahrt bei unsichtigem Wetter durch Errichtung einer Sicherungsradarkette und des UKW-Revierfunks; Inbetriebnahme der Revierzentrale Bremerhaven. |
| 1968/71 | Außenweserausbau bis auf 12 m unter SKN. |
| 1973/79 | Ausbau der Unterweser auf 9 m unter SKN. |
| 1998/99 | Außenweserausbau bis auf 14 m unter SKN. |