Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasser- und Schifffahrtsamt Bremen

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Inhalt: Die Hunte

Die Untere Hunte als Seeschifffahrtsstraße und Verbindung des Küstenkanals mit der Unterweser

Schon lange vor dem Bau des Küstenkanals wurde die Untere Hunte zwischen Oldenburg und der Unterweser als Schifffahrtsstraße genutzt. Die unzureichenden Verhältnisse erforderten schon damals ständige Ausbauarbeiten dieser Wasserstraße und führten im vorletzten Jahrhundert zu den beiden Huntekorrektionen 1867 und 1893 bis 1899, die Seeschiffen mit den üblichen Abmessungen (1867: 2,00 m Tiefgang, 1899: Dampfer bis 200 Registertonnen Netto-Rauminhalt mit 3,35 m Tiefgang) die Fahrt nach Oldenburg, zumindest unter Ausnutzung des Tidehochwassers ermöglichte.


Die Bedeutung der Unteren Hunte als Schifffahrtsstraße wuchs mit dem Bau des Küstenkanals in den 1930er Jahren, durch den eine durchgehende Binnenwasserstraße von der Unterweser zum Rhein/Ruhrgebiet und den niederländischen Häfen geschaffen wurde.
Weitere Ausbaumaßnahmen, die vorläufig mit den Durchstichen in Hollersiel und Neuenhuntorf Anfang der 1960er Jahren abgeschlossen wurden, hatten stets zum Ziel, Schiffen neuer Generationen (1950er Jahre 600 t-Binnenschiff, 1960er Jahre 1000 t-Binnenschiff) die Fahrt in diesem Streckenabschnitt zu erleichtern oder erst zu ermöglichen.


Der Flusslauf wurde dabei von 39 km auf 25 km verkürzt. Der jetzt geplante Ausbau wird dem künftigen Regelschiff (B = 11,50 m, T = 4,20 m) die Fahrt nach Oldenburg ermöglichen und erhöht die Nutzbarkeit der Hunte für See- und Binnenschiffe durch Erweiterung der Abfahrtszeiten von Oldenburg und Elsfleth.

Querprofil der Hunte bei km 17,1
Querprofil der Hunte

Das Flussbett der Hunte hat bei km 17,1 (Fülljer Kurve) eine Breite von rund 50 m und eine Tiefe von 3,80 m unter MTnw. Der Tidenhub beträgt hier etwa 3,30 m. Beide Ufer sind mit einer 50 cm dicken Schüttsteinlage auf einem Unterbau aus Trümmerschutt gesichert. Das WSA Bremen ist für die Unterhaltung des Flussbettes und der Ufersicherung verantwortlich.

Die Hunte Die Hubbrücke bei Huntebrück
Luftbild der Hunte mit Blick
nach Oldenburg
Die Straßenbrücke im Verlauf
der B212 bei Huntebrück

Für die Schifffahrt werden 12 Dalbenliegestellen und zwei Spundwandliegestellen unterhalten. Firmen und Hafenbetreiber unterhalten weitere Anlegestellen.


Über die Hunte führen vier Brücken, die von dem jeweiligen Verkehrsträger unterhalten werden. Das Huntesperrwerk im Mündungsbereich besteht aus je zwei Schifffahrts- und Stromöffnungen und einer Betriebsbrücke. Dieses Bauwerk wird vom NLWK Brake unterhalten.

  HunteMThw MTnw MThb
  1991/2000 [NN] [NN] [m]
  Oldenburg + 2,17 m - 0,41 m 2,58 m
  Buttelerhörne + 2,03 m - 0,82 m 2,85 m
  Elsfleth/Ohrt + 2,14 m - 1,63 m 3,77 m
Tidewasserstände an der Hunte