Inhalt: Die Betonarbeiten
| Unterwasserbetonsohle |
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Während des Bauzustandes werden die Auftriebskräfte - immerhin bis 15 m Wasserüberdruck - von der unbewehrten Baugrubensohle aufgenommen. Die Wahl der Dicke einer derartigen Sohle richtet sich überwiegend nach ausführungstechnischen Gesichtspunkten und dem Pfahlraster. Wegen der schwer zu kontrollierenden Herstellung und der Möglichkeit von Fehlstellen im Gefüge ist unter den vorliegenden Gegebenheiten eine Dicke über 1 m in jedem Fall empfehlenswert. Beim Bremer Weserwehr kam eine Dicke von 1,50 m zur Ausführung. Da ein hoher Sohlwasserdruck stets mit großen Auflagerkräften aus den Baugrubenspundwänden einhergeht, werden die Betonzugspannungen aus Biegung stark durch die Normalkräfte abgebaut. Die Kräfte aus dem Unterwasserbeton wurden über Knaggen in die Pfähle eingeleitet. Ein theoretischer Ansatz einer Krafteinleitung über Reibung ist zwar denkbar, sollte aber unterbleiben, da beim Betonieren unter Wasser normalerweise ein Schlämpe- und Schlickgemisch auf dem Planum vorhanden ist und dieses die später benötigte Reibung herabsetzt. |
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| Betonieren der Unterwasser- betonsohle des ersten Bauabschnittes 1989 |
Bewehrungsarbeiten in der 2,25 m dicken Wehrsohle |
| Wehrsohle, Wehrschwelle und Wehrpfeiler |
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Wehrsohle und Wehrschwelle sind als Massenbetonbauteile konzipiert und ausgeführt worden. Auf der Oberseite der Sohle wurde gegen Strömungsangriff ein Beton mit hohem Widerstand gegen Verschleiß eingebaut. Pumpensümpfe erlauben bei Trockenlegungen eine einwandfreie Tagwassersicherung. Eine Reihe von komplett stahlgekapselten Störkörpern sorgt für eine zusätzliche Energieumwandlung im Tosbecken. Alle sonstigen Kanten, die Strömungsangriffen ausgesetzt sind, wurden mit Stahlwinkeln gepanzert. Der Einbau der oberen Sohl- und Schwellenbewehrung erfolgte auf Unterstützungskonstruktionen aus Profilstahl. Im Bereich der Baufugen wurde die Bewehrung mit geschraubten Bewehrungsanschlüssen gestoßen. Wie bereits erwähnt, ermöglicht der Inspektionsgang in der Wehrschwelle den Zugang zu den Pfeilern etwa auf Höhe der Bauwerkssohle. Bei diesem Bauwerksteil war besonders eine wasserdichte Raumabschließung gefordert. Erreicht wurde dies durch eine starke Bewehrung und eine Wanddicke von ca. 2,50 m. |
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| Betonarbeiten in der Baugrube des zweiten Bauabschnittes |
Betonierarbeiten am Pfeiler bei Nacht |
Die wasserseitige Schalung der geneigten und vertikalen Flächen wurde mit einem Vlies belegt, welches für eine Dränage des Betons in der Randzone sorgte. Durch den kleineren Wasserzementwert in der Randzone ergibt sich eine dauerhaftere Oberfläche. Im Gegensatz zur Sohle und zur Schwelle nehmen sich die Pfeiler trotz einer Wanddicke von 80 cm filigran aus. Die Wanddicken derartiger Wasserbauwerke sollten nicht geringer sein, da häufig Einbauteile des Stahlwasserbaus vorgesehen sind, deren Einbaudicken die Wanddicke notwendig machen.



