Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes
Wasser- und Schifffahrtsamt Bremen
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Inhalt: Tiefbauliche Ausführung der Großschifffahrtsschleuse
| Häupter |
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Die Häupter werden in Stahlbeton ausgeführt und beinhalten die Tore
und im Regelfall auch die Füll- und Entleerungssysteme. Eine massive Ausführung
mit Wanddicken von mind. 80 cm wurde für eine verformungsarme Ausführung
und zur Unterbringung stahlwasserbaulicher Ausrüstungsteile in Erst- oder
Zweitbeton vorgesehen.
Im Oberhaupt sind 2 Störkörperreihen und eine Gitterwand zur Energieumwandlung
und Vergleichmäßigung des Füllstroms angeordnet.
Im Unterhaupt gelten die Hinweise bezüglich der Forderung nach einer verformungsarmen
Ausführung sinngemäß. Für den Ein- und Auslauf im Bereich
vor den Umlaufkanälen wurde die Sohle um 1 m auf NN - 7 m vertieft. Dadurch
wird in der Kammer die Sunkwirkung auf das Schiff vermindert und die Turbulenzen
unterstromig des Tores werden verringert. Die Umlaufkanäle sind im Aufriss
verzogen und mit Strahlteilern versehen. Dadurch sinkt die Neigung für
Lufteinschlüsse während der Entleerung. Der Einlauf in den Kanal wurde
trompetenförmig mit einem Strahlteiler angeordnet. Im Auslauf erfolgt eine
Aufweitung des Querschnitts und die Anordnung von zwei Strahlteilern. Die Strahlteiler
wurden als Fertigteile ausgeführt. Der Auslauf erfolgt aus hydraulischen
Gründen senkrecht zur Schleusenachse.
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| Betonarbeiten am Oberhaupt |
Betonarbeiten am Unterhaupt |
| Kammer |
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Im Gegensatz zu Schleusenhäuptern, die stets in Stahlbetonbauweise ausgeführt
werden, stellt sich die Frage nach der Art der Kammerausführung. Schleusen
mit mäßigen Hubhöhen können wirtschaftlich auch in Spundwandbauweise
hergestellt werden. Beispielhaft seien hier die in den 80er Jahren errichteten
Schleusen am unteren Main (Krotzenburg, Offenbach und Mühlheim) erwähnt.
Diese Kammerwandausführungen in Spundwandbauweise haben sich im Betrieb
bewährt. Vorteilhaft ist dabei, dass keine gesonderte Baugrubenwand erforderlich
ist. Zu beachten ist dabei aber die Verformungsempfindlichkeit der Wand. Die
errechneten Durchbiegungen geben hierüber Aufschluss. Es sollten nur hinreichend
robuste und verformungsarme Systeme zum Einsatz kommen. Hierauf ist auch bei
Alternativvorschlägen in Form von Nebenangeboten zu achten. Außerdem
sollten die Schlösser stets gegen Wasser- und Bodenaustritt verschweißt
werden. Auf Korrosionsschutzmaßnahmen kann bei der unterstellten Mindestblechdicke
von 12 mm bei den Spundwänden verzichtet werden.
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| Die Spundwände der Schleusenkammer mit Verankerung |
Blick auf die Schleusenanlage im Bau |