Inhalt: Hochwasserabflusskonzept an der Staustufe Bremen
Vor dem Neubau des Weserwehres sollten gemäß einer Planung von 1953 von der Bemessungswassermenge eines 100-jährigen Hochwassers von 4.200 m³/s rd. 2.300 m³/s über das Wehr und 1.900 m³/s über das gesetzlich festgeschriebene seitliche Abflussgebiet und die kleine Weser abgeführt werden. Die zunehmende Verbauung des seitlichen Abflussgebietes führte aber zur Unwirksamkeit der Nebenrinne.
![]() |
Bei dem Hochwasser vom März 1981 staute sich das Wasser in diesem Seitenraum und durchbrach den Deich unterstromig der Schleusenanlage. Eine durch rückschreitende Erosion sich bildende Rinne führte zu einer teilweisen Umleitung der Weser, dabei wurden 1,5 Mio. Kubikmeter Boden in die Weser getragen und 150 Kleingärten vernichtet.
![]() |
Unter dem Eindruck der Ereignisse aus 1981 wurde gemeinsam mit der Wasserwirtschaftsverwaltung des Landes Bremen, welche für den ordnungsgemäßen Hochwasserabfluss zuständig ist, der Abfluss neu geregelt. Hierzu wurde beim Franzius-Institut in Hannover ein großräumiges Flächenmodell in Auftrag gegeben. Als Bemessungshochwasser wurde das 100-jährige Hochwasser mit 4.200 m³/s zugrunde gelegt. In dem Modell wurden 4 Abflussvarianten erarbeitet und untersucht. Als gesamtwirtschaftlich und hydraulisch zweckmäßigste Lösung ergab sich eine Kapazitätserhöhung der Wehranlage und eine vollständige Trennung der Abflussrinnen Weser und des seitlichen Abflussgebietes durch eine feste Überlaufschwelle.
![]() | ![]() |
![]() | ![]() |
Gemäß DIN 19700 wurde von vornherein auch der Fall, dass ein Wehrfeld verschlossen ist (z.B. Wartungsarbeiten), bei der Planung berücksichtigt. Auch in diesem Fall ist ein schadloser Abfluss zu gewährleisten. Aufgrund der Modellversuche sind folgende Abflussmengenverteilungen einzuhalten:
|
![]() |
n-1 Fall:






