Inhalt: Schleuse Oldenburg
| Einführung | |
| Die Schleuse Oldenburg stellt die Verbindung der Hunte in den Küstenkanal und in das westdeutsche Kanalnetz dar. Seit fast 75-Jahren steht dieses Bauwerk der Schifffahrt zur Verfügung. Es wird in der heutigen Zeit von ca. 5.000 Binnenschiffen pro Jahr genutzt, die dabei ca. 3 Mio. Gütertonnen befördern. Die Freizeitschifffahrt nutzt den Kanal und die Schleuse in großer Zahl. Die Schiffe überwinden in der Schleuse einen Höhenunterschied von ca. 5,40 m bei Tideniedrigwasser. | |
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| Blick in die Schleusenkammer bei der Ausfahrt eines Passagierschiffes |
Blick in die leere Schleuse |
| Geschichte | Der frühere Hunte-Ems-Kanal überwandt die Strecke von Oldenburg bis zur Ems mit neun Schleusen (Holzbauweise, Länge 30 m, Breite 5 m). 1922
wurde mit dem Ausbau zum Küstenkanal für das 600 t-Schiff begonnen. Diese Kanalstrecke kam mit den zwei Schleusen bei Dörpen und Oldenburg
aus. Die Schleuse in Oldenburg wurde für einen 1.000 t-Lastkahn und den zugehörigen Schlepper geplant. Sie sollte eine Länge von 105 m und eine Breite von 12 m erhalten. |
| Bau der Schleuse | |
| Die Schleuse wurde von 1922 -1928 erbaut. Sohle, aufgehende Wände und Häupter bestehen aus Beton. Wände und Sohle sind mit Klinker verblendet. Toranschläge, Abdeckungen und Kanten sind aus Obernkirchener Sandstein hergestellt. Schleusentore und Verschlüsse der Umlaufkanäle wurden damals als eiserne Nietkonstruktion erstellt. Für den Bau wurden 19.000 m³ Weserkies, 3.500 t Zement und 850.000 Klinkersteine verbraucht. | ![]() |
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| Blick in die Schleuse nach Unterstrom | Blick vor das Oberhaupt bei trocken gelegter Schleuse |
| Umbaumaßnahmen | |
| Die für Handbetrieb gebaute Schleuse wurde nachträglich mit elektrischen Antrieben ausgerüstet. 1982 wurde im Rahmen einer Grundinstandsetzung die Oberkante der Kammerwände um 2,0 m abgebrochen und in Beton neu erstellt. 1989 wurde auf der Nordseite der Schleuse ein neuer Steuerstand gebaut. 1992 wurde das Klapptor im Oberhaupt erneuert und mit hydraulischem Antrieb ausgerüstet. 1997 wurden das Stemmtor im Unterhaupt mit den Rollkeilschützen und die Zylinderschütze im Oberhaupt erneuert und ebenfalls mit hydraulischem Antrieb ausgerüstet. | |
| Betrieb der Schleuse | Die Schleuse wird mit je zwei Mitarbeiter (ein Schleusenbeamter und ein Mitarbeiter für die
Abführung der Hebegebühren) im 2-Schichtdienst betrieben. Die Schleusenzeit ist an den Werktagen von 5:00 - 21:00 Uhr und
am Sonntag von 9:00 - 12:00 Uhr.
Die Betriebszeiten entnehmen Sie bitte hier. Ein Schleusungsvorgang dauert, abhängig von dem Tidewasserstand im Unterwasser 12 - 15 Minuten. Dabei werden bei MThw 3.700 m³ und bei MTnw 7.000 m³ Wasser in das Unterwasser abgeleitet. |



