Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasser- und Schifffahrtsamt Bremen

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Inhalt: Konstruktion der Großschifffahrtsschleuse

Hydraulisches System
Füllung der Schleuse durch das Drehsegmenttor
Füllung der Schleuse durch das Drehsegmenttor
Die Füllung der Schleuse erfolgt über eine im Drehsegmenttor des Oberhauptes eingearbeitete Füllmuschel. Bei einer kleinen Abwärtsdrehung des Tores wird ein Spalt freigegeben und Wasser strömt in die Schleuse ein. Man spricht hier von einer Vorkopffüllung. Die Entleerung bei der Talschleusung erfolgt durch das Unterhaupt über seitliche Torumläufe in den unterern Vorhafen. Bei Niedrigwasser werden für die Bergschleusungetwa 20.000 m³ Wasser benötigt, die der Weser oberhalb der Schleuse entnommen und unterhalb der Schleuse wieder zugeführt werden.
Häupter
Blick in das Unterhaupt
Das Unterhaupt der Großschifffahrtsschleuse im Bauzustand
An Schleusen sind in den Häuptern die Verschlussorgane (Tore) und die Füll- und Entleerungssysteme angeordnet. Das Obertor besteht aus einem Drehsegmenttor, welches ölhydraulisch angetrieben wird. Das Untertor ist als Stemmtor ausgeführt. Vor den Toren befinden sich Stoßschutzsysteme, die es im Fall einer Anfahrung durch Schiffe schützen. Die Häupter sind in Stahlbetonbauweise ausgeführt. Energieumwandlungseinrichtungen sorgen für eine gefahrlose Füllung und Entleerung ohne schädliche Strömungen.
Zu den Zeichnungen:

Am Unterhaupt befindet sich auch das Schleusenbetriebsgebäude mit dem Zentralsteuerstand. Von dort werden die Funktionen der Schleuse gesteuert.

Die Abmessungen der Häupter betragen:
Unterhaupt: 47,0 m x 24,70 m
Oberhaupt: 33,0 m x 24,70 m

Beide Teilbauwerke sind auf Stahlpfählen tief gegründet und wurden in Spundwandbaugruben hergestellt.

Kammer
Schleusenkammer
Die Schleusenkammer kurz nach Inbetriebnahme der Schleuse
Die Kammerwände bestehen aus Stahlspundbohlen, die mit Stahlpfählen rückverankert sind. Die Oberkante der Schleusenplanie liegt auf NN +6,50 m. Die Schleusensohle besteht aus einer fugenlosen Stahlbetonplatte (d= 2,0 m) die auf Stahlpfählen gegründet ist. Bei einer Trockenlegung der Kammer leiten die Pfähle die Kräfte aus dem Auftrieb in den Boden ein. Die Kammer ist mit der für Betrieb und Wartung erforderlichen Ausrüstung aus Poller, Steigeleitern u.a. versehen.
Querschnitt durch die Schleusenkammer bitte hier klicken.