Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasser- und Schifffahrtsamt Bremen

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Inhalt: Die Wanderungen der Fische

Das Bremer Weserwehr Mögliche Laichgründe Stromauf
Die Weserfische besiedeln im Laufe Ihres Lebens die unterschiedlichsten Lebensräume. Lachs, Meerforelle, Stint und Neunauge wandern zur Nahrungsaufnahme in die Nordsee und den Atlantik und kehren zur Vermehrung in die Weser zurück. Umgekehrt zieht der Aal die Weser hinauf, um dort aufzuwachsen. Nach ca. 10 Jahren kehrt er ins Meer zurück, um in der Sargossasee zu laichen. Auch unsere heimischen Süßwasserfische unternehmen ausgedehnte Wanderungen. Jahresperiodisch wechseln die Fische zwischen Laich-, Nahrungs- und Ruhehabitaten oder unternehmen Wanderungen stromauf. Auf diese Weise wird die durch Hochwasser bedingte Verdriftung kompensiert. Für eine arten- und individuenreiche Fischfauna in der Weser ist die Erreichbarkeit der verschiedenen Habitate von entscheidender Bedeutung.
 
Zander Ein kapitaler Zander Das Bremer Weserwehr ist von der Nordsee kommend das erste Querbauwerk der Weser und besitzt somit eine Schlüsselfunktion für die Fischfauna der gesamten Weser. Die Überwindbarkeit des Bremer Weserwehres für Fische und Rundmäuler wird durch einen Fischpass gewährleistet, dessen Funktionsfähigkeit von Januar 1999 bis Juni 2000 von der Universität Bremen, Arbeitsgruppe Aquatische Ökologie, in enger Zusammenarbeit mir der Bundesanstalt für Gewässerkunde, dem Bremer Fischeramt und dem Außenbezirk Habenhausen des WSA Bremen überprüft wurde.

Im Untersuchungszeitraum von Januar 1999 bis Juni 2000 konnten 22 Fischarten sowie das Fluss- und Meerneuauge in der Fischaufstiegsanlage des Bremer Weserwehres nachgewiesen werden.