Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasser- und Schifffahrtsamt Bremen

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Inhalt: Die Artenvielfalt

Aal Barbe
 
Döbel Zährte
 
 
Die große festgestellte Artenvielfalt der Fische beweist die gute Funktionsfähigkeit des Fischpasses. Der Fang von jüngeren Fischen zeigt, dass auch leistungsschwächere Schwimmer unter den Fischen den Fischpass durchwanden können. Erfreulich ist der Nachweis von 10 in ihrem Bestand gefährdeten Arten. Besonders eindrucksvoll ist der Aufstieg von jährlich mehrerenn zehntausend Flussneunaugen, denen der Fischpass die Rückkehr in ihre angestammten Laichgebiete ermöglicht.
 
Fischart Rote Liste
Bremen
Aal 2
Aland 5
Barbe 2
Barsch 5
Brassen 5
Döbel 5
Flussneunauge   2
Giebel -
Gründling 5
Güster 5
Hasel 5
Hecht 3
Kaulbarsch 5
Lachs 1
Meerforelle 2
Meerneunauge 1
Plötze 5
 
Fischart Rote Liste
Bremen
Regenbogenforelle -
Rotfelder 5
Stichling 5
Stint 3
Ukelei 3
Zander 4
Zährte 2
Von 24 Fischarten sind:
11 nicht gefährdet 5
1 Art potentiell gefährdet 4
3 Arten gefährdet 3
5 Arten stark gefährdet 2
2 Arten vom Aussterben bedroht 1
 
 
Die Regenbogenforelle und der Giebel sind Fremdfischarten, weshalb sie in keine Gefährdungskategorie eingestuft sind.
 
 
 
Gefährdungskatagorien der Fischarten    

 

Neunaugen
 
Die Neunaugen besitzen auf jeder Seite 7 Kiemenöffnungen, 1 Auge und eine zentral vor den Augen gelegene Nasenöffnung, weshalb sie fälschlicherweise Neunaugen genannt werden. Sie werden wegen ihres Saugmaules auch als Rundmäuler bezeichnet. Im Wesereinzugsgebiet kommen das stationäre Bachneunauge und die ins Meer wandernden Fluss- und Meerneunaugen vor.
 
Rundmaul Meerneunauge
Rundmaul Meerneunauge
 
Das Flussneunauge steigt im Herbst aus der Nordsee in die Weser auf und wandert bis in weit aufwärts gelegene Flussregionen, wo es im folgenden Frühjahr auf sandig kiesigen Substraten ablaicht. Die Elterntiere sterben nach dem Laichgeschäft. Die aus dem Ei geschlüpften augenlosen Larven (Querder) graben sich in schlammig sandiges Sediment und filtrieren aus dem vorbeiströmenden Wasser kleinste pflanzliche und tierische Organismen. Nach 3 - 4 Jahren erfolgt die Umwandlung zum erwachsenen Neunauge und die Abwanderung in die Nordsee beginnt. Im Meer ernähren sie sich hauptsächlich von Fischfleisch und Fischblut, indem sie sich an andere Fischen festsaugen und diese mit Ihren Hornzähnen an- und ausfressen. Nach 15 - 20 monatigem Aufenthalt im Meer stellen sie Ihre Nahrungsaufnahme irreversibel ein und beginnen mit der Rückwanderung ins Süßwasser zu ihren Laichplätzen.
In der Weser waren die Flussneunaugen früher häufig und sogar von wirtschaftlicher Bedeutung. Ausbau und Verschmutzung der Weser führten zum Rückgang des Neunaugenbestandes. Durch die Verbesserung der Wasserqualität und den Bau von Fischaufstiegshilfen scheint sich die Bestandssituation der Flussneunaugen zu verbessern.