Inhalt: Sachbereich 5
Aufgaben des Sachbereiches 5 (SNEM)
Auf dieser Seite möchten die Mitarbeiter im Sachbereich die Möglichkeit nutzen, ihr Aufgabengebiet vorzustellen. Wir sind zwar "nur" 12 Kolleginnen und Kollegen, betreuen aber ein umfangreiches Arbeitsgebiet.
Im Sachbereich werden folgende Aufgaben bearbeitet:
Schiffbau:
Hier geht es hauptsächlich um die Betreuung der Wasserfahrzeuge des Amtes aller Art. Dazu gehören kleine antriebslose Schuten von fast Angelkahngröße bis hin zu Prahmen mit 250 t Tragfähigkeit, Geräteträger für Bagger, Verkehrssicherungsprahme mit Kran für verschiedenste Aufgaben bei der Wasserstraßenunterhaltung wie Tonnenverlegung oder Uferinstandsetzung sowie angetriebene Arbeitsboote für die Außenbezirke und nicht zuletzt die Eisbrecherflotte. Die Betreuung umfasst Instandhaltung, Erneuerung der Schiffsklasse und wenn auch nicht immer, aber in letzter Zeit doch öfter, den Neubau von Wasserfahrzeugen. Speziell betrifft es das Neubauprogramm von "Spatz"-Booten für die gesamte Wasser- und Schifffahrtsdirektion Ost und den Eisbrecherneubau. Diese Neubauten sind bedingt durch den doch schon recht alten, und nur mit hohem zeitlichem und finanziellen Aufwand zu erhaltenden, Bestand an Wasserfahrzeugen. Beschafft wurde ein Bagger für den Außenbezirk Hohensaaten, der auf einem Geräteträger sein neues Zuhause gefunden hat.
Weitere Maßnahmen sind unter anderem der Bau von Bauhüttenschiffen und einem Geschiebemessprahm.
Eine Übersicht über die im Amt vorhandenen Eisbrecher finden Sie hier: Datenblätter der Eisbrecher.
Nachrichtentechnik:
Der weitaus größte Teil der Aufgaben in der Nachrichtentechnik wird zwar im WSA Berlin in der Nachrichtenabteilung abgewickelt, aber es bleiben trotzdem noch genug Kleinigkeiten übrig, die vor Ort erledigt werden müssen. Das betrifft besonders die Versorgung der Arbeitskolonnen der Außenbezirke mit Handys. Man muss ja auch da jeden erreichen können, wo entlang der Kanäle fern der Zivilisation, um nicht zu sagen JWD, ja doch äußerst selten öffentliche Fernsprecher aufgestellt sind. Nicht zuletzt sollte auch im Notfall schnell Hilfe herbei geholt werden können. Da die Netzbetreiber auch leben wollen, gehört die Bezahlung der Rechnung natürlich dazu.
Elektrotechnik:
Zur Elektrotechnik gehören unter anderem die Unterhaltung und der Neubau von elektrotechnischen Ausrüstungen unserer hydrotechnischen Anlagen. In den letzten Jahren wurden einige Wehr- und Schleusensteuerungen modernisiert. Das heißt, Automatisierung und Fernsteuerung haben auch bei der Steuerung dieser Anlagen Einzug gehalten. Ganz und gar ohne Bedienpersonal kommen z.B. die Schleuse Zaaren, Schleuse Rosenbeck und die Schleuse Himmelpfort aus. Sie wurden zu halbautomatischen Selbstbedienungsschleusen umgerüstet. Das bedeutet, der Schiffer meldet sich bei der Schleuse an und den Rest erledigt die Automatik. Rein und raus fahren muss er allerdings noch selber. Es sind weitere Schleusen zur Automatisierung vorgesehen. Bitte beachten Sie dafür auch den Punkt "Laufende bzw. schon abgeschlossene Maßnahmen der Gewerke Elektrotechnik/Maschinenbau" weiter unten.
Maschinenbau:
Die Betreuung der Anlagen des Maschinenbaus bedeutet ebenfalls einen großen Aufwand. Es sind im Amtsbereich jede Menge Schleusen, Wehre und ein Schiffshebewerk in Niederfinow zu überwachen und die Funktion zu gewährleisten. Und überall existieren Antriebe, Getriebe, Wellen, Lager, Zahnstangen und so weiter, die nicht von allein funktionieren, jedenfalls nicht immer. Und die zwangsläufige Nähe der Anlagen zum Wasser, also zu Feuchtigkeit, führt nicht unbedingt zur Erhöhung der Lebensdauer. Die direkte Pflege und Wartung erfolgt über unseren Bauhof in Niederfinow, während die anderen Arbeiten (Umfangreiche Reparaturen, Neuanfertigung oder Kompletter Neubau) von uns erledigt werden. Das heißt, wir schreiben die Arbeiten öffentlich aus und Firmen aus der freien Wirtschaft führen sie durch. Bisher wurden Maßnahmen abgeschlossen wie die Erneuerung der Drehriegel im Schiffshebewerk Niederfinow , oder die Erneuerung von Antrieben für die Tore und Schütze der Schleusen. Umgebaut wurde die Schleuse Schwedt. Dort erfolgte der Austausch der Antriebe und der Einbau einer Luftsprudelanlage zur Eisfreihaltung in jedes Schleusenhaupt. Und wie Schwedt fertig aussieht findet man in dieser Pressemitteilung. Einen Beitrag zur Grundinstandsetzung der Staustufe Hohensaaten finden sie in der Pressemitteilung zur Staustufe. Die Maßnahme "Modernisierung und Automatisierung der Schleuse Eichhorst" wurde 2006 abgeschlossen.
Laufende bzw. schon abgeschlossene Maßnahmen der Gewerke Elektrotechnik/Maschinenbau:
Eine große Maßnahme ist die Schleusenautomatisierung, die nur durch Bündelung der Kräfte der Elektrotechnik und des Maschinenbaues zu bewältigen ist. Pro Jahr werden 1 - 2 Schleusen zur halbautomatischen Schleuse ohne Vorortbedienung umgebaut.
Wintersperre 1997/1998: Schleuse Rosenbeck
Wintersperre 1998/1999: Schleuse Himmelpfort mit Wehr
Wintersperre 2000/2001: Schleuse Zaaren mit Wehr
Wintersperre 2001/2002: Schleuse Regow mit Wehr; Schleuse Zehdenick mit Überwachungszentrale, Wehr und Brücke
Wintersperre 2002/2003: Schleuse Schorfheide mit Wehr; Schleusen Hohensaaten Ost und West mit Steuerstand und Wehr
Wintersperre 2004/2005: Schleuse Templin (Ersatzneubau)
Wintersperre 2005/2006: Schleuse Eichhorst, Beginn und Ende des Umbaus mit Bildarchiv
Wintersperre 2006/2007: Schleuse Liebenwalde mit Wehr; Schleuse Bredereiche mit Wehr
(wird fortgesetzt)