Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Eberswalde

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Inhalt: Lieferung des ersten Segmentes des Startschachtes für den Microtunnel

Lieferung des ersten Segmentes des Startschachtes für den Microtunnel

Unser Bild der Woche vom 30.08.05 zeigt die Lieferung des ersten Segmentes des Startschachtes für den Microtunnel im Baulos G1 zum Ausbau der HOW-Scheitelhaltung. Der Microtunnel (eine Betonleitung DN 800) dient zur Entwässerung des neuen Kreuzungsbauwerkes. Diese erfolgt im natürlichen Gefälle über eine Freispiegelentwässerung in eine Sickermulde, wo das anfallende Wasser indirekt in ein Quellgebiet eingeleitet wird. In Abstimmung mit den zuständigen Wasser- und Forstbehörden sowie den Naturschützern vor Ort soll das gesammelte Regenwasser aus der neuen Eisenbahnunterführung mit ihren vorgelagerten weißen Wannen gezielt versickert werden und so zur Stabilisierung des Wasserhaushaltes für das natürliche Quellgebiet "Moore Pumpe" (geschütztes Biotop nach § 32 BrbgNSG) verwendet werden. Durch einen Verzicht auf die Anwendung von Pflanzenvernichtungsmitteln im Bereich der Kreuzungsanlage (Bahn) und über ein Monitoringprogramm wird sicher gestellt, dass keine gefährlichen Schadstoffe in das geschützte Biotop gelangen.

In den nächsten zwei Wochen wird der vorgefertigte Startschacht aus Beton, im Absenkverfahren, auf Tiefe gebracht. Das Prinzip hierbei ist das Erzeugen eines Grundbruches an den Rändern des Schachtes. Auf der Unterseite des Betonschachtes befindet sich eine Stahlschneide. Diese wird aufgrund des hohen Gewichtes des Schachts (das schwerste Einzelteil wiegt über 20 t) in den Boden gedrückt. Kommt der Absenkprozess zum Stehen wird in der Mitte des Schachts Boden ausgehoben bis der Boden die Last nicht mehr hält und der Schacht weiter absinkt. Ist die Endtiefe (ca. 10 m) erreicht, wird eine ca. 1,5 m starke Betonsohle in den Schacht eingebaut und mit diesem verankert. Diese Sohle verhindert zum einen ein weiteres Absenken des Schachts ( = Auflager) und zum anderen das Eindringen von Grundwasser. Danach beginnt von diesem Schacht aus der unterirdische Vortrieb für die Herstellung der Entwässerungsleitung mittels Microtunneling. Nach Fertigstellung der Entwässserungsleitung erfolgt der Rückbau der Vortriebsmaschine, der Betonschacht verbleibt jedoch auf Dauer vor Ort und wird zum Revisionsschacht umgebaut.

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