Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Eberswalde

Hier gelangen Sie direkt zum Inhalt der Seite.

 

Hauptnavigation:


Inhalt: Ersatzneubau der Straßenbrücke Kreuzbruch im Zuge der L 21 über die Havel-Oder-Wasserstraße (HOW)

Alte Straßenbrücke Kreuzbruch

Die Straßenbrücke Kreuzbruch im Zuge der Landesstraße 21 zwischen Liebenwalde und Kreuzbruch über die HOW befindet sich seit längerer Zeit in einem sehr schlechten baulichen Zustand. Aus diesem Grunde plante das Brandenburgische Straßenbauamt Strausberg seit 1994 den Neubau der Brücke, der 1996 planfestgestellt wurde. Neben der Änderung der Brückenklasse auf 60/30 und der Ausbildung des Regelquerschnittes 9,5 gemäß RAS-Q war bei der Planung der zukünftige Ausbau der Wasserstraße zu berücksichtigen. Dies bedeutet, dass der dreifeldrige Überbau durch einen einfeldrigen mit einer lichten Weite von 51,00 m ersetzt wird und gleichzeitig die Durchfahrtshöhe für die Schifffahrt um 1,22 m vergrößert wird. Somit verbessern sich auch ohne den sofortigen Ausbau der Wasserstraße die nautischen Verhältnisse für die Binnenschiffer. Gemäß des Bundeswasserstraßengesetzes §41 (5) kommt es durch diese Forderungen zu einer Kostenteilung zwischen dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Eberswalde und dem Brandenburgischen Straßenbauamt Strausberg. 

Einen wesentlichen Teil der Leistungen stellten die Tiefbauarbeiten zur Gründung der nördlichen Rampe dar. Hier wurden durch die Firma BAUER ROB-Pfähle mit verschiedenen Einzellängen in einem Gesamtumfang von rund 18,5 km ins Erdreich gebracht. Dieses aufwendige Verfahren stellt langfristig die setzungs- und damit wartungsärmste Variante dar. In Kombination mit diesen Pfählen wurde beim Aufbau der Dämme auf Geotextilien und Geogitter gesetzt.

Markierung der Lage der ROB-Pfähle auf der Arbeitsebene

Markierung der Lage der ROB-Pfähle auf der Arbeitsebene

Inzwischen sind auch die Widerlager fertiggestellt und der stählerne Überbau erhält seinen letzten Anstrich. Die Montage des Überbaus erfolgt über Hilfsstützen und mittels Ponton. Der bereits mit Schalung und Bewehrung für die Fahrbahnplatte versehene Überbau wog zum Zeitpunkt der Montage, am 11.08.1999 bereits über 300 t.

Die Montage des Überbaus:

Montage des Überbaus  Montage des Überbaus

Derzeit erfolgt die Profilierung der Rampen und das Aufbringen der bituminösen Tragschicht. Die Schutzeinrichtungen wie Geländer und Distanzschutzplanken werden ebenfalls noch im Dezember montiert.

Die Verkehrsführung über das neue Bauwerk wird noch in diesem Jahr hergestellt, die Fertigstellung erfolgt im Frühjahr 2000. Mit dem Tag der Abnahme geht die Brücke in das Eigentum und in die volle Unterhaltungslast des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Eberswalde über.

Neue Straßenanbindung

Neue Straßenanbindung

Daten:
Lichte Weite zwischen den Widerlagern 51,00 m
Stützweite 52,60 m
Lichte Höhe über der Wasserstraße 5,25 m über BWo
Breite des Überbaus 14,35 m
Breite zwischen den Geländern 12,25 m
Bauhöhe 1,38 m
Kreuzungswinkel 100 gon
Brückennutzfläche (52,60m x 12,25m) 644,35 m2
Bau- und Verwaltungskostenanteil für das WSA ca. 6,00 Mio DM

Termine:
Baubeginn Oktober 1998
Fertigstellung des Bauwerkes März 2000