Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Eberswalde

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Inhalt: Ersatzneubau der Eisenbahnbrücke der Heidekrautbahn über die Havel-Oder-Wasserstraße bei Zerpenschleuse im Landkreis Barnim

Alte Eisenbahnüberführung
Alte Eisenbahnüberführung bei Zerpenschleuse

Die Eisenbahnüberführung bei Zerpenschleuse im Zuge der Bahnlinie von Basdorf nach Groß Schönebeck über die Havel-Oder-Wasserstraße war abgängig und wurde mit Wirkung vom 17.09.1998 für den Schienenverkehr gesperrt.

Letzte Vorbereitungen vor der Sprengung
Letzte Vorbereitungen vor der Sprengung

Die Niederbarnimer Eisenbahn AG (NEB AG), die Eigentümer der Strecke ist, hat aus diesem Grunde seit Ende 1997 die Planungen für einen Ersatzneubau beschleunigt. Neben der Verbesserung der Tragfähigkeit des neuen Bauwerkes wurden auf Verlangen des Wasser- und Schifffahrtsamtes Eberswalde (WSA) die Durchfahrtshöhe und die Durchfahrtsbreite für den künftigen Ausbau der Wasserstraße mit eingeplant. Aus diesen Forderungen heraus ergab sich eine Kostenbeteiligung durch das WSA. Das vorhandene Kreuzungsbauwerk stellte bis zu seiner Sprengung am 19.01.1999 im Bereich der Havel-Oder-Wasserstraße die Brücke mit der niedrigsten Konstruktionsunterkante dar.

In Vorbereitung dieser Sprengung mussten rund 1600 Sprenglöcher unterschiedlicher Tiefe in den Stahlbeton gebohrt werden.

 Die Sprengung am 19.01.99
Die Sprengung am 19.01.99

Das nach seiner Sprengung in sich zusammengefallene Bauwerk hatte ein Gewicht von rund 1500 t. Die Einzelteile wurden innerhalb von 7 Tagen aus dem Kanal gebaggert und auf dem Wasserweg abtransportiert. Um zusätzliche Schifffahrtsbehinderungen auszuschließen, wurde der Termin der Sprengung von Anfang an in die Zeit der Wintersperre des Schiffshebewerkes Niederfinow gelegt.

Trümmer in der Wasserstraße nach der Sprengung
Trümmer in der Wasserstraße nach der Sprengung

Sowohl die Vormontage des neuen Überbaus, als auch die Wasser-, Massiv-, Erd- und Grundbauarbeiten wurden zügig und ohne größere Probleme ausgeführt. Der über 320 t schwere Überbau wurde dann aber mit erheblichen Schwierigkeiten und Zeitverzögerungen mittels Schwimmkran und 2er Ponton von seinem Montageplatz in Marienwerder aus zu den rund 3,5 km entfernten,neu errichteten Widerlagern geschwommen und eingebaut.

Am 25.09.99 fand dann die feierliche Einweihung der neuen Eisenbahnbrücke statt.

Belastungsprobe der neuen  Brücke
Belastungsprobe der neuen Brücke

Daten:
Lichte Weite zwischen den Widerlagern 63,25 m
Lichte Höhe über der Wasserstraße (über BWo) 5,25 m
Stützweite 64,74 m
Breite des Überbaus 8,26 m
Achsabstand der Versteifungsträger 5,66 m
Bauhöhe(UK Versteifungsträger-OK Schiene) 1,30 m
Gewicht des Stahlüberbaus ca. 320 t
Bau- und Verwaltungskostenanteil für das WSA ca. 4,7 Mio DM
Termine:
Baubeginn Oktober 1998
Fertigstellung des Bauwerkes September 1999