Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Fachstelle Maschinenwesen Mitte

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Inhalt: Geschichte der FMM

Die wesentlichen Aufgaben waren der Aufbau und Betrieb eines Bauhofes in Minden mit allen dazugehörigen Anlagen sowie die Erledigung aller der, bei den Wasserbauämtern der Wasserstraßendirektion Hannover auftretenden, größeren maschinentechnischen Fragen, die Unterhaltung der Betriebsfernsprechanlage und die gesetzliche Überwachung der Dampfanlagen.

Nach dem Ende des 1. Weltkrieges und im Rahmen des Baugeschehens zur Fertigstellung des Mittellandkanals (östlich von Hannover) ein herausforderndes Aufgabenpaket.

Nach der Gründung des Maschinenbauamtes wurde der Bauhof eingerichtet und das Dienstgebäude an der Bauhofstraße 17 gebaut. Die Aufgaben wuchsen durch die Anforderungen der Wasserbauämter in ihrer Vielfalt und Anzahl extrem schnell an. Parallel zu diesen Aufgaben mussten die Fahrzeuge der stark ansteigenden Schlepperflotte unterhalten werden, um das staatliche Schleppmonopol auf den Kanälen sicherzustellen.

Dazu wurde eine Hellinganlage mit 12 Wagen unterhalten, um die Schiffe „auf Land“ zu nehmen und notwendige Reparaturen auszuführen. Weiterhin gab es die unterschiedlichsten Werkstätten für die Unterhaltung der Fahrzeuge und Anlagen: Maschinen- und Motorenschlosserei, Dreherei, Schiffbau, Elektrowerkstatt, Schmiede und Kesselschmiede, Schweißerei, Tischlerei, Malerei, Sattlerei, Sägewerk, Gießerei und natürlich die entsprechenden Bereiche für Arbeitsplanung, Arbeitsvorbereitung und Magazin.

Die grundsätzliche Zuständigkeit und Verantwortlichkeit des Wasserstraßen-Maschinenamtes (WMA) für maschinenbau-, schiffbau- und elektrotechnische Angelegenheiten wurde explizit mit Erlass vom 25. Oktober 1941 durch den Generalinspektor für Wasser- und Energie – Abteilung Reichswasserstraßen – nochmals festgestellt.

Nach dem 2. Weltkrieg bestanden die Zuständigkeiten unverändert. Bemerkenswert ist, dass zu diesem Zeitpunkt immerhin noch 30 % des produktiven Arbeitspotenzials der Staatswerft für die Unterhaltung des Bundesschleppbetriebes aufgewandt wurde (Dampf-, Diesel- und Gasschlepper sowie sonstige Spezialgeräte). 

Unwirtschaftliche Betriebszweige wurden in den siebziger Jahren ausgegliedert (z.B. das Sägewerk, die Gießerei und die Schmalspurgleisanlage). Für eine gewisse Zeit war das WMA die zentrale Beschaffungsstelle für alle Wasser- und Schifffahrtsämter (WSÄ) der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Mitte (WSD Mitte). Beim WMA wurde die Lohnrechnungsstelle der  WSÄ konzentriert – später jedoch an die WSD Mitte abgegeben. Planungs- und Ausführungsaufgaben der Nachrichtentechnik wurden von der WSD Mitte zum WMA verlagert. Die Staatswerft wandelte sich mit dem Anforderungsprofil der WSÄ. Der verstärkten Instandhaltung von Landanlagen (Schleusen, Wehre, Sicherheitstore, Pumpwerke, etc.) wurde mit der Einrichtung leistungsfähiger Werkstätten für Nachrichtentechnik und Elektrotechnik Rechnung getragen.

Auslöser dieser Umstrukturierungsaktivitäten war u.a. das Gutachten des Bundesrechnungshofes über die Organisation und Wirtschaftlichkeit der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes. Ab 1967 wurden umfangreiche örtliche Erhebungen über alle drei Stufen der Verwaltung (Wasser- und Schifffahrtsämter als Ortsbehörden, Wasser- und Schifffahrtsdirektionen als Mittelbehörden und das Ministerium) durchgeführt. Nach fünf Jahren Bearbeitungszeit (!) wurde das Ergebnis bekannt gegeben und wirkte entsprechend nach.

Seit 1983 hatte die Staatswerft ihr Personal von ca. 190 Handwerkern und Arbeitern auf eine Sollzahl von 39 zu entwickeln. Da der Werft-Charakter immer weiter an Bedeutung verlor, war es konsequent, die Bezeichnung Bauhof zu reaktivieren. Die überörtliche Bedeutung des Bauhofes ging bis auf den Bereich der Nachrichtentechnik, der Schiffsinstandsetzung und der Tauchergruppen nahezu verloren. Nach Änderung der Zuständigkeiten wurde der Bauhof vom WMA an das WSA abgegeben.

Durch den Bau der zweiten Kanalüberführung über die Weser musste das WMA Minden das Dienstgebäude Bauhofstraße 17 aufgeben und zog im Frühjahr 1996 in den Neubau Am Hohen Ufer 3 ein.

Ein Ergebnis der WSV-Reform war die Auflösung des WMA Minden als selbständige Behörde. 

Zum 01.01.1999 wurde die Fachstelle Maschinenwesen Mitte (FMM) 

beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Minden als Nachfolgeorganisation eingerichtet.