Inhalt: Binnenschifffahrt
Das Binnenschiff besitzt Eigenschaften, die es zu einem bevorzugten Beförderungsmittel im Massengüterverkehr machen. Es ist großräumig, hat ein günstiges Verhältnis von Nutzlast zu toter Last, erfordert relativ wenig Personal und braucht verhältnismäßig wenig Energie für den Transport. Obwohl es sich im Verhältnis zu Bahn und Lkw nur auf einem kleinen Verkehrsnetz bewegen kann, ist es ein bedeutender Transportträger, weil mit Binnenschiffen in der Bundesrepublik Deutschland die Mehrzahl der Großstädte und eine Vielzahl von Werken der Schwerindustrie angefahren werden können. Moderne Binnenschifffahrt auf dafür ausgebauten Wasserstraßen zeichnet sich jedoch nicht nur durch größere Schiffsgefäße aus; von besonderer Bedeutung ist die bessere Auslastung der Fahrzeuge.
Die Binnenschifffahrt ist ein sicherer Verkehrsträger. Obwohl ihre Verkehrsleistung (2002: 64,2 Mrd tkm) in den letzten Jahren insgesamt leicht zunahm, sank die Zahl der Verkehrsunfälle in dieser Zeit.
Der Anteil der Binnenschifffahrt an den gesamten Fernverkehrsleistungen der binnenländischen Verkehrsträger (Binnenschifffahrt, Eisenbahnen, Straßengüterfernverkehr) in der Bundesrepublik Deutschland liegt bei rund 20 % (bei deutlich geringerem Anteil in den östlichen Bundesländern). Von der gesamten Beförderungsmenge im Binnenschiffsgüterverkehr entfallen rund 70 % auf Massengüter wie Baustoffe, Erze, Schrott, Mineralöl, Kohle, Düngemittel, Getreide, Eisen- und Stahlhalbzeug sowie Holz. Für den Containerverkehr und Ro-Ro-Verkehr gewinnt die Binnenschifffahrt zunehmend an Bedeutung.
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Verkehrsinformation für die Wasserstraße
(schifffahrtspolizeiliche Verordnungen, Anordnungen, Hinweise) - Schleusenbetriebszeiten